Die Fohlenelf: Danke, Dieter Hecking – Hohe Erwartungen an Marco Rose


Nun ist sie also zu Ende, die Bundesliga-Saison 2018/2019 und die Fohlen spielen in der Europa League. Ein Erfolg, aber es bleibt ein kleiner bitterer Nachgeschmack nach einer sensationellen Hinrunde. Wieder – wie im Jahr zuvor – sind die Fohlen in der Rückrunde eingebrochen und haben den möglichen Champions League-Platz verspielt.

Gut, ich fand auch, dass sie in der Hinrunde überschätzt wurden und viel Glück hatten. Meine Gladbacher waren nie ernsthafte Meisterschaftskandidaten, aber offensichtlich gehört dieses „Hochhypen“ heute in vielen Medien dazu. Ich konnte die Mannschaft beim Auswärtsspiel in Hoffenheim sehen und war enttäuscht. Die Hoffenheimer waren klar besser. Ein Plea, der als Wunderstürmer gefeiert wurde, verstolperte die Bälle in Reihe mit technischen Fehlern.

Ja, man kann auch mal ein schlechtes Spiel machen. Kein Problem. Aber die vermeintlich so starken Jonas Hofmann, Tobias Strobl, Thorgan Hazard oder auch Alassane Plea haben in der Rückrunde abgebaut, dramatisch abgebaut. Einen wirklichen Leitwolf habe ich nicht wirklich gesehen. Am ehesten hat wohl Christoph Kramer versucht, diese Rolle wahrzunehmen, aber bei ihm bin ich mir auch nicht sicher, wie gute Leistungen er noch bringen kann.

Nun hat man den Trainer gewechselt. Dieter Hecking – mir immer sympathisch, weil ein authentischer, gerader Typ – wurde gegangen und Marco Rose von RB Salzburg geholt. Im Grunde eine konsequente Entscheidung, denn Hecking hat die Mannschaft in den beiden Rückrunden nicht so trainieren, aufstellen und motivieren können, dass mehr heraus kam. Er hat solide Arbeit geleistet. Mehr nicht. Danke dafür.

Jetzt also Marco Rose. Ein lässiger Typ bei einem lässigen Verein, wenn ich die Vorstellungs-PK mal abgewandelt zitieren darf. Rose hat riesige Erfolge in Österreich und auf Europa-Ebene gefeiert, auch gegen den Bruderverein aus Leipzig. Er bringt ein eingespieltes Trainerteam mit Ex-Bayern-Stürmer Alexander Zickler, Athletiktrainer Patrick Eibenberger und dem früheren Taktikblogger Rene Maric mit.

Die Erwartungen sind extrem hoch, wie es nun mal bei einem Traditionsverein wie der Borussia der Fall ist. Das kann, wird aber hoffentlich nicht nach hinten los gehen. Zudem steht auch ein Generationswechsel an. Oscar Wendt, Raffael, ja auch Lars Stindl und Fabian Johnson sind in den Dreißigern im Herbst ihrer Karriere. Thorgan Hazard geht und muss ersetzt werden. Ich freue mich auf das Experiment und vor allem eine frische, freche und offensive Art des Fußball spielens und drücke Marco und dem Team alle Daumen.

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